Mindfunk
Die Band Mindfunk um den charismatischen Frontmann Pat Dubar schickten sich mit Ihrem spritzig-genialen selbstbetitelten Debutalbum an, sich einen festen Platz irgendwo zwischen Bands wie Jane's Addiction, Mind over four und den Suicidal Tendencies zu sichern. Doch wie auch die fast parallel erschienenen Meisterwerke ähnlich innovativer Bands wie Warrior Soul und den Galactic Cowboys, schaffte es auch diese Perle durch den damals aufkeimenen Grunge-Sumpf nicht ans Licht der breiteren Kenntnisnahme, geschweige denn wohlverdienter Anerkennung.
Der Titel des fast schon depressiven Nachfolgers Dropped bezieht sich auf den vorangegangenen Rauswurf beim Majorlabel Epic und markiert auch gleich einen denkwürdigen Stilwechsel. Obwohl der Stil des Debüts manchmal noch durchscheint, werden die Songs in einer Schwermütigkeit vorgetragen, die die wenigen Klassiker des damaligen Grunge-Booms, von Bands wie Mother Love Bone, Temple of the Dog oder Alice in Chains, fast schon wie lebensbejahend dastehen lässt. Von der ersten bis zur letzten Minute mitreissend wie herunterziehend und der ideale Soundtrack zur Zelebration jeglicher Art von Nostalgie, Frust oder Liebeskummer.
Stilistisch knüpft daran auch das letzte, teilweise etwas zerfahrene Lebenszeichen von Mindfunk an, dem man trotz einiger Highlights phasenweise schon anhört, dass die Musiker ihren Glauben an die eigene Klasse und Souveränität angesichts der ausbleibenden Anerkennung verloren haben. Fuck the Ignorant.





