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Machine Head

Nachdem die Vorgngerband Vio-Lence trotz einiger gutklassiger Thrash-Metal-Bretter Ende der Achziger nie aus dem bermächtigen Schatten der (damaligen) Bay Area Elite mit Bands wie Metallica, Forbidden, Exodus oder Death Angel heraustreten konnten, gründet Gitarrist und Frontmann Robb Flynn Anfang der Neunziger die Band Machine Head - mit dem lauthals verkündeten Versprechen, die härteste und kompromissloseste Band des Erdballs zu werden. Angesichts der damaligen Erfolge von Pantera und Crossover-Hassbrocken wie Biohazard, Sick of it All und Konsorten, die alle einen ähnlichen Anspruch geltend machen, sowie der bis dato noch ungebrochenen Allgegenwärtigkeit von Slayer, wurde diese Ankündigung anfangs mehr als belächelt und von vornhinein als Hype abgetan. Dann kracht 1994 das Debut "Burn My Eyes" in die im allgemeinen Grunge-Wahn erstickende Metal-Welt und straft der meisten Kritiker Lügen. Klar, an Geschwindigkeitsrekorde wie Slayer's "Reign in Blood" oder Metallica's "Kill 'em All" kommt man nicht heran, dafür geht das Meisterwerk sowohl in Sachen Produktion als auch beim Songwriting voll auf die Zwölf und setzt den Meilenstein für eine moderne, intelligentere Variante des Thrash Metals, die Bands wie Death Angel oder Sacred Reich zwar schon vorgelebt hatten, aber in der breiten Masse leider nie durchsetzen konnten.

Die überzeugenden Nachfolger beweisen, dass Machine Head keine Eintagsfliege sind. Die Band zeigt einen dezenten Mut zur Experimentierfreudigkeit, hat aber auch aufgrund eigener Statements stets mit Vorurteilen zu kämpfen, dass der Sound zu sehr in Hip-Hop/Crossover-, Hardcore-, Grunge- oder sonstwas-Gefilde abdriften könnte. Die Alben können und wollen die Durchschlagskraft des Erstlings nicht toppen, bilden aber letzten Endes die musikalische Grundlage für Bands wie Slipknot, mit Abstrichen Korn oder die modernere Metalcore-Bewegung.

Mit den kongenialen Alben "Through the Ashes of Empires" und "The Blackening" besinnen sich Machine Head dann aber wieder auf ihr Frühwerk und entwickeln neben gesunder Harte und erstklassiger Produktion ein ganz eigenes Gespür für dramatisches Songwriting und packende Songs und damit einen unnachahmlichen und hoffentlich auch kommerziell halbwegs erfolgreichen Weg. Während "Burn My Eyes" noch einen Aufbruchs- und "Fuck it all"-Charakter hatte wie ein Jahrzehnt vorher Metallica's "Ride the Lightning", vermittelt gerade "The Blackening" von der Stimmung her eine ähnlich geniale Atmosphäre wie "Master of Puppets" - ganz im Gegensatz zu der mit diesem klarem Anspruch eindeutig zu konstruiert komponierte Scheibe "Train of Thought" von Dream Theater. Es mag ein Zufall sein, dass die Extended-Version des Albums mit einem passablen "Damge Inc."-Cover endet...

Machine Head Discographie

Burn my Eyes

1994 | Roadrunner | 55:40 min.

Davidian, Old, A Thousand Lies, None but my Own, The Rage to Overcome, Death Church, A Nation on Fire, Blood for Blood, I'm your God now, Real Eyes, realize, real Lies, Block

The More Things Change...

1997 | Roadrunner | 52:49 min.

Ten Ton Hammer, Take My Scars, Struck A Nerve, Down To None, The Frontlines, Spine, Bay Of Pigs, Violate, Blistering, Blood Of The Zodiac

The Burning Red

1999 | Roadrunner | 50:04 min.

Enter the Phoenix, Desire To Fire, Nothing Left, The Blood, the Sweat, the Tears, Silver, From this Day, Exmale the Vile, Message in a Bottle, Devil with the King's Card, I Defy, Five, The Burning Red

Supercharger

2001 | Roadrunner | 74:18 min.

Declaration, Bulldozer, White-Knuckle Blackout!, Crashing around you, Kick you when you're down, Only the Names, All in your Head, American High, Brown Acid, Nausea, Blank Generation, Trephination, Deafening Silence, Supercharger

Hellalive

2003 | Roadrunner | 77:36 min.

Bulldozer, The Blood, the Sweat, the Tears, Ten Ton Hammer, Old,
Crashing around you, Take my Scars, I'm your God Now, None but my Own, From this Day, American High, Nothing Left, The Burning Red, Davidian, Supercharger

Through the Ashes of Empires

2003 | Roadrunner | 53:46 min.

Imperium, Bite the Bullet, Left Unfinished, Elegy, In the Presence of my Enemies, Days Turn Blue to Gray, Vim, All Fall Down, Wipe the Tears, Descend the Shades of Night

The Blackening

2007 | Roadrunner | 66:10 min.

Clenching the Fists of Dissent, Beautiful Mourning, Aesthetics of Hate, Now I Lay thee Down, Slanderous, Halo, Wolves, A Farewell to Arms, Battery

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