Atheist
Atheist waren die progressive Pioniere im Thrash und Death Metal Bereich und verbanden komplexe Songstrukturen im Stile von Anacrusis und Psychotic Waltz mit derben Death-Gefrickel, das selbst technische Meisterwerke von Bands wie Death und Pestilence technisch fast kommerziell aussehen lies und den Weg für viele folgende Bands wie Cynic oder At the Gates geebnet hat. Allein schon diese Beschreibung läßt den mangelnden Erfolg der Band erahnen, deren erster Bassist Roger Patterson leider ein ähnliches Schicksal ereilte wie damals Cliff Burton von Metallica. Wie dieser kam der Kult-Bassist von Atheist, nachdem er dem kongenialen Debut "Piece of Time" seinen unüberhörbaren Stempel aufgesetzt hatte, bei einem Auto-Unfall ums Leben und genießt einen unzerstörbaren Ruf in der Death Metal Gemeinde.
Der geniale Nachfolger "Unquestionable Presence" ist ähnlich kurz, frickelig und kompromisslos wie das Debut, dafür gehen alle Songs trotz ihrer Progressivität irgendwie alle ins Ohr und haben einen eigenen Wiedererkennungswert. Das leider auch letzte Kunstwerk der Band nennt sich "Elements", drückt nicht mehr ständig auf die Tube und streut auch einige ruhige Passagen ein, die die komplexen Songperlen nur noch effektiver zur Geltung bringen.
Keine mir bekannte Band hat es davor oder danach geschafft, technischem Wahnwitz und Highspeed-Gefrickel soviel musikalische Atmosphäre zu verleihen wie Atheist. Hinzu kommen übrigens drei der geilsten Plattencover aller Zeiten.





